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Schädliche Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Rauchen


 

Rauchen kann die Wirkung mancher Medikamente beeinträchtigen. Tabakrauch enthält – anders als etwa Nikotinpflaster, -tabletten oder -inhalationen – Stoffe, die das Enzym „Cyp1A2“ in der Leber dazu anregen, Medikamente rascher abzubauen. Das kann dazu führen, dass diese weniger oder gar nicht wirken. Dies kann durch eine höhere Dosis meist nicht ausgeglichen werden. Dies betrifft folgende Medikamente:


  • Asthmamittel mit dem Wirkstoff Theophyllin (enthalten z.B. in zahlreichen Generika, die diesen Namen tragen). Raucher benötigen höhere Dosen dieses Medikaments, um die gleiche Wirkung wie bei Nichtrauchern zu erreichen. Allerdings sollten Patienten mit dieser Erkrankung das Rauchen sowieso einstellen
  • Herzmittel mit dem Wirkstoff Triamteren (enthalten z.B. in zahlreichen Generika, die diesen Namen tragen)
  • Antidepressiva mit dem Stoff Mirtazapin (enthalten z.B. in zahlreichen Generika, die diesen Namen tragen)
  • Mittel zur Muskelentspannung mit Tizanidin (enthalten z.B. in Sirdalud)
  • Krebsmittel mit dem Wirkstoff Irinotecan (enthalten z.B. in Campto)
  • Migränemittel mit den Wirkstoffen Frovatriptan (enthalten z.B. in Allergra) und Zolmitriptan (enthalten z.B. in Asco top, Zolmig).

Achtung: Die Umstellung vom Rauchen zu Nikotinpflastern und –tabletten oder auch das umgekehrte Verhalten kann manchmal problematisch sein. In der Fachliteratur gibt es Berichte über schizophrene Patienten, die mit dem Medikament Zyprexa behandelt wurden. Als sie Nikotinpflaster absetzten und wieder zu rauchen begannen, verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch, weil Zyprexa nicht mehr die volle Wirkung entfaltete.
Umgekehrt gibt es auch Berichte über schwere Zyprexa-Vergiftungen bei Patienten, die aufhörten zu rauchen. Dadurch wurde das Medikament nicht mehr so rasch wie gewohnt aus dem Körper ausgeschieden.


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