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Nicht-medikamentöse Verfahren bei Demenz


 

Das Kölner Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat bei Demenzpatienten den Erfolg sowohl von Therapien mit Medikamenten als auch von nicht-medikamentösen Verfahren untersucht, um Beschwerden wie Depressionen, Unruhe, Schlafstörungen oder aggressives Verhalten abzumildern. Ergebnis: Training von Angehörigen zum besseren Umgang mit Demenzkranken erwies sich sowohl für Patienten selbst als auch für die Lebensqualität der betreuenden Angehörigen als vorteilhaft - dadurch lässt sich die Unterbringung der Patienten in einem Pflegeheim hinauszögern. Allerdings wurden Patienten, deren Angehörige an einem derartigen Training teilgenommen hatten, öfter ins Krankenhaus oder in die Notfallambulanz eingeweisen. Auch von sogenannten kognitiven Verfahren wie Gedächtnistraining können Demenzkranke profitieren: In einem frühen Stadium kann die Merkfähigkeit verbessert werden. Aussagekräftige Studien zu anderen Methoden fehlen bislang. (Bericht des Kölner Institus für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen 23. Juni 2008)

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Ginkgo biloba bietet keine wirksame Hilfe gegen Demenz


 

Viele ältere Menschen und jeder zehnte Demenzkranke nehmen regelmäßig ein Pflanzenmittel mit Ginkgo biloba ein, um ihr Gedächtnis zu unterstützen. Doch eine klinische Studie des Imperal College London mit 176 Menschen mit leichter bis mittelschwerer Demenz, die über sechs Monate lief, zerstört die Hoffnung: Es gab keinen Unterschied zwischen jenen Teilnehmern, die täglich 120 Gramm Ginkgo und jenen, die ein Scheinarzneimittel (Placebo) eingenommen hatten. Der Pflanzenextrakt fördert das Erinnerungsvermögen nicht und hat auch keinen Einfluss auf die Lebensqualität. (International Journal of Geriatric Psychiatry, 9.6.2008)

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Dement oder nicht dement – das ist die Frage!


 

Die Diagnose „Demenz“ ist in der Mehrzahl falsch – und zwar in zwei Drittel aller Fälle! Das ergab eine medizinische Studie in den USA, die im Mai 2008 in der Fachzeitschrift der Direktoren der amerikanischen Ärztevereinigung (JAMDA) veröffentlicht wurde. Untersucht wurden 44 pflegebedürftige Patienten, welche die Diagnose Demenz erhalten hatten sowie 19 weitere Patienten, bei welchen der behandelnde Arzt eine Demenz vermutete.


Mit Hilfe von vier neuropsychologischen Tests wurde überprüft, ob diese Patienten tatsächlich dement waren. Das erschreckende Ergebnis:
Nur ein Drittel der 44 als dement eingestuften Patienten litt tatsächlich an Demenz, die restlichen zwei Drittel hatten lediglich leichte Gedächtnisstörungen oder Depressionen, aber keine weiteren geistigen Beeinträchtigungen. Von den 19 Patienten mit vermuteter Demenz litten nur 3 an dieser Krankheit. Die restlichen 16 hatten nur leichte Gedächtnisstörungen beziehungsweise leichte Depressionen.
Diese neue Studie hat gezeigt, dass eine klinische Untersuchung durch den Arzt nicht genügt, um die Diagnose Demenz zu erstellen. Notwendig wären neuropsychologische Tests, um falsche Diagnosen und damit auch falsche Behandlungen zu vermeiden.

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