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Einleitung zum Thema Nerven

In Deutschland leben etwa 800.000 Menschen mit Epilepsie. Das Erscheinungsbild epileptischer Anfälle ist sehr verschieden. Am bekanntesten ist der »große« epileptische Anfall mit plötzlich einsetzender Bewusstlosigkeit, Sturz, Versteifung und Zuckungen der Körpermuskulatur, Blaufärbung der Lippen, Schaumbildung vor dem Mund und gelegentlich auch Einnässen (»Grand Mal«).

Wenn epileptische Anfälle nur im Zusammenhang mit äußeren Ursachen auftreten – z. B. bei Fieber, in der Schwangerschaft, bei niedrigem Blutzuckerspiegel, nach Alkoholentzug oder nach manchen Medikamenten –, spricht man nicht von Epilepsie, sondern von akuten epileptischen Reaktionen oder Gelegenheitskrämpfen.

Epilepsien sind entgegen einem weitverbreiteten Vorurteil keine Erbkrankheiten. Bisweilen besteht jedoch eine erhöhte familiäre Veranlagung zu Anfällen.

Als Parkinson’sche Krankheit wird die Erkrankung von Teilen des Nervensystems bezeichnet, welche die Koordination der Skelettmuskulatur steuern. Dabei gehen Nervenzellen zugrunde, die den wichtigen Überträgerstoff Dopamin erzeugen. Die Bewegungen werden durch diese Erkrankung gehemmt. Das kann bis zur Muskelstarre führen. Insgesamt ist die Geschicklichkeit verringert. Meist treten auch Zittern und Muskelzuckungen auf.

Menschen, die an der Parkinson’schen Krankheit leiden, machen meist einen ängstlichen, unsicheren und passiven Eindruck – obwohl sie das nicht sind und bei entsprechender Unterstützung ein selbstständiges Leben führen können.

Die Erkrankung beginnt meist sehr unauffällig zwischen dem 50. und 65. Lebensjahr mit verlangsamten Bewegungen, depressiven Stimmungen und einem leichten Zittern in Armen und Beinen, das im Ruhezustand auftritt. Die Diagnose ist am Beginn sehr schwierig zu stellen.

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