Was früher als »endogene Depression« bezeichnet wurde, heißt nun »depressive Episode«. Das ist eine schwere Depression, deren Ursache nicht genau bekannt ist. Man schätzt, dass etwa drei Millionen Deutsche so stark an irgendeiner Form von Depression leiden, dass sie behandlungsbedürftig sind.
Depressionen sind oft sehr schwere Erkrankungen – im Durchschnitt unternimmt eine von zehn betroffenen Personen einen Suizidversuch.
Ursache von Depressionen sind meist mehrere Faktoren: vererbte Anlagen, Persönlichkeitsfaktoren (z. B. Angstneigung, erlernte Hilflosigkeit), belastende Lebensereignisse (Kindheitstraumata, Verlust eines Partners etc.), psychosoziale Belastung, Lichtentzug.
Von einer Psychose kann man in der Regel dann sprechen, wenn die alltäglichen Umweltbeziehungen (Arbeit, Kontakte) nicht mehr möglich sind. Das kann sich in Wahnvorstellungen, Verlust des Zeit- und Ortsbewusstseins, Halluzinationen (z. B. Hören von Stimmen), Übererregung oder Apathie und Verlust zielgerichteten Denkens äußern. Vielfältige Mischformen sind eher die Regel, »klassische Krankheitsbilder« sind selten.