Häufige infektionsbedingte Todesursachen in Deutschland sind Lungenentzündung (geschätzt 4.000 bis 8.000 Tote pro Jahr), echte Grippe, Hepatitis B und C (zusammen etwa 3.800 Tote pro Jahr), Tuberkulose (etwa 1.000 Tote pro Jahr) und AIDS (etwa 600 Tote pro Jahr).
Infektionen können von folgenden Mikroorganismen ausgelöst werden: Viren (eine typische Viruserkrankung ist die Grippe), Bakterien, Pilzen (typische Erkrankung: Fußpilz, Soor), Protozoen (typische Protozoen-Erkrankungen sind Malaria und Trichomonaden), Würmern (hauptsächlich Eingeweidewürmer), Prionen. Viele dieser Mikroorganismen befinden sich ständig im Körper und auf der Haut, ohne eine Infektion auszulösen. Der Körper des Menschen verfügt über zwei besondere Mechanismen, um mit krankheitsverursachenden Erregern fertig zu werden.
Die medikamentöse Therapie gegen Bakterien ist am weitesten entwickelt. Gegen Viren gibt es bis jetzt nur wenige wirksame Substanzen, aussichtsreicher als eine chemische Therapie ist der vorbeugende Schutz (Impfungen).